Was ist Therapie?
Definition: Als Therapie bezeichnet man die Behandlung einer Krankheit im weitesten Sinne. Dabei können verschiedene Konzepte zur Anwendung kommen, die entweder auf die Beseitigung der Krankheitsursache (kausale Therapie) oder die Beseitigung der Symptome (symptomatische Therapie) abzielen.
Welche Therapieformen gibt es?
Es gibt vier von der Krankenasse anerkannte Psychotherapieverfahren. Diese sogenannten Richtlinienverfahren heißen tiefenpsychologisch fundierte Therapie, analytische fundierte Therapie, Verhaltenstherapie und systemische Therapie.
Eine psychotherapeutische Behandlung hilft Menschen Krisen zu bewältigen und ihr Leben wieder selbst bestimmt in die Hand zu nehmen. Ziel ist es, zukünftig schwierige Lebenssituationen eigenständig, ohne therapeutische Unterstützung zu meistern.
In einer Behandlung gibt es Rektionen, eine so genannte therapeutische Wirkung. Dieser therapeutische Effekt wird dann als "nützlich" oder "günstig" beurteilt. Manche Menschen erleben diese Effekte als negativ, weil sich ein besonderer Wunsch für sie nicht sofort einstellt. Die therapeutische Wirkung wird von mir als "Nebeneffekt" bezeichnet, weil es bis zum eventuellen Behandlungserfolg einige unerwünschte Nebeneffekte geben kann. Unerwünschte Nebeneffekte bedeutet hier: die Erwartungen werden nicht erfüllt, man hat erstmal eventuell mehr Symptome und man fühlt sich unwohl.
Das passiert deshalb weil es zu neuen Erfahrungen kommen muss, mit alten Problemen.
Da man nur den bisherigen Umgang mit seinen Problemen kennt, "stolpert" man einige Zeit, bis sich ein neues Muster im Denken und Handeln zeigen kann.
Hier sind zudem die Eltern gefragt, die sich mit den Symptomen ihrer Kinder und Jugendlichen neu auseinandersetzen lernen müssen. Wachsen diese in einer Therapie nicht mit, kommt es je nach wachsender Altersstruktur weniger zu therapeutischen Erfolgen.